
Die Nickelallergie (in der englischen Form: nickel) ist eine immunologische Reaktion des Körpers als Antwort auf den Kontakt mit diesem häufigen Metall, das in vielen Alltagsgegenständen wie Schmuck, Reißverschlüssen, Küchenutensilien und sogar Lebensmitteln vorkommt. Es handelt sich um eine in Italien weit verbreitete Erkrankung, deren geschätzte Häufigkeit je nach Erhebungsmethode und Bezugsquelle variiert: Sie liegt zwischen 10–15 % und 30 % der Bevölkerung. Übereinstimmend ist jedoch, dass Frauen stärker betroffen sind, möglicherweise auch aufgrund einer stärkeren Exposition gegenüber diesem Metall durch die Verwendung von Schmuck, Kosmetik und Reinigungsmitteln. Auch bei Kindern ist diese Situation seltener, aber dennoch vorhanden: Schätzungen zufolge leidet etwa 1 von 10 Kindern in unserem Land darunter.
Die Allergie kann sich mit Hautsymptomen und, in schwereren Fällen, mit systemischen Symptomen äußern. Die Hautsymptome der Allergischen Kontaktdermatitis (ACD) sind:
Die Symptome des Systemischen Nickelallergiesyndroms (SNAS), können hingegen ausgedehntere Reaktionen verursachen, wenn Nickel über die Nahrung aufgenommen wird:
Die Diagnose wird von einem Dermatologen oder Allergologen gestellt durch:
Es gibt keine definitive Heilung für eine Nickelallergie oder -empfindlichkeit, aber es können Strategien zur Linderung der Symptome angewendet werden, etwa der Verzicht auf den Kontakt mit dem Metall, sei es durch die Wahl von Kleidung und Schmuck, die frei davon sind (chirurgischer Stahl, Titan, 925er Silber ohne Nickel, Kunststoff oder Keramik), oder durch das Tragen von Schutzhandschuhen bei der Handhabung. Dasselbe gilt für die Wahl der Kosmetika und natürlich der Lebensmittel. In letzterem Fall variiert das Maß an Einschränkung und Vorsicht je nach Schwere der persönlichen Situation. Wie immer ist es ratsam, sich an die jeweiligen Fachleute zu wenden, um die passendste Balance für die eigenen Bedürfnisse zu finden.
Einige Lebensmittel sind besonders reich an diesem Metall und sollten von Personen mit einer entsprechenden Allergie gemieden werden. Bei anderen hängt es vom individuellen Empfindlichkeitsgrad und weiteren Faktoren ab, da die Konzentration je nach Anbaugebiet, Verarbeitungsmethoden und Umweltbedingungen variiert. Auch das Kochen trägt zum Unterschied bei: Das Kochen in Edelstahlkochtöpfen kann nämlich die Belastung erhöhen (wie bei Konserven). Besser sind Glas, Keramik oder antihaftbeschichtete Materialien ohne Schwermetalle.
Im Allgemeinen sind die nickelreichen Lebensmittel, die bei einer schweren Allergie gemieden werden sollten:
Die nikelarmen Lebensmittel, die somit einen größeren Toleranzspielraum bieten, sind hingegen:
Sichere Rezepte
Keine Sorge: Es gibt dennoch viele und vielfältige sichere Rezepte für Menschen mit einer Allergie oder Empfindlichkeit gegenüber diesem Metall. Zum Beispiel sind Suppen auf Basis frischer Gemüse, Risotti aus weißem Reis oder im Ofen gegarte Gerichte aus magerem Fleisch ausgezeichnete Optionen. Brauchst du ein paar Tipps, um diese Zutaten kreativ und lecker zu kombinieren? Bei Tuduu findest du viele Anregungen und Gerichte, die unsere Food-Creator-Experten für dich entwickelt haben 😉
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